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Samstag, 5. Januar 2013

Pidé! Mein Lieblingsrezept veganisiert!!!

Eins meiner Rezepte die ich seit meiner Teenagerzeit kenne und liebe - und noch besser, vom ersten mal bis heute immer schmackhaft zubereiten konnte (sogar mit 16 schon) ist Pidé (so heisst es im Kosovo, in Griechenland und Türkei gibt es dies ebenso).


 Das Allerbeste an diesem Gericht ist aber, dass es lauwarm und kalt noch viel besser schmeckt als warm! Ein ideales Mitbringsel auf jeder Party also, perfekt zum mitnehmen für den nächsten Tag und und und..

Weil es wirklich eins meiner allerliebsten Traditionsrezepte ist, für das ich sogar bei meiner Familie schon berühmt bin, gibt es heute die extra bildhafte Rezepttour - hab jeden Handgriff geknipst!

Es handelt sich also, simpel gesagt, um einen Blätterteigstrudel mit Spinatfüllung.
In tausendfacher Variation befüllbar.
Gemüse beliebig austauschbar, Lauch, Zwiebeln, Spinat, Hack, ganz ohne, nur Kräuter, alles gemischt

Warum also auch nicht mal vegan? Früher hab ich immer, Quark, Eier und vieeel Parmesan benutzt, diesmal Tofu, Sojamehl und viiiele Hefeflocken ;-)

Und so gehts:

für ein Blech benötigt man zwei Rollen fertigen veganen Blätterteig:

Dieser hier ist (glaub ich) von Penny.

Dann also weiter zum kreativen Teil - ihr kennt ja meine Abneigung gegen genaue Mengenangaben, und da man bei dieser Sache echt nicht viel falsch machen kann ist es auch ein super Rezept um seiner Kreativität ein wenig Auslauf zu geben.

In meiner Pide ist immer allerhand, aber das wichtigste war bisher immer der Spinat.
Frischer Spinat müsste derzeit auch gut zu bekommen sein, da ich aber nicht wusste, wann ich zur Zubereitung (dank Schichtdienst) kommen würde und frischer Spinat nicht sehr dankbar über längeren Winterurlaub im Kühlschrank ist, gabs also TK.



Pro Blech reicht eine Packung/500g Blattspinat TK.

Wie viel das Frisch ist kann ich jetzt gar nicht sagen - müsste ich bei Gelegenheit mal probieren.
Alles andere ist Optional an Gemüse. Bestimmt wäre das mit Grünkohl mal eine super Variante, wenn der bei uns Bayern nur ned so schwer zu bekommen wäre!!

Da ich eine sehr spontane Köchin bin hab ich das nie geschafft, mir Spinat (ausser ich wusste bereits, dass ich die Pidé für ein bestimmtes Ereignis brauche) vorher aufzutauen - wer das bereits hat, oder frischen Spinat verwendet bei dem geht das alles um einiges schneller.


Diesmal hab ich Zwiebeln und ein paar restliche Lauchstangen verwendet, diese in Zwiebelschmalz in einem Topf angebraten (im Topf wird es mehr ein garen, als ein braten und so sind die Zwiebeln nicht schwarz bevor der Spinat durch ist)


Dann einfach das Lauchgemüse zur Seite und die TK-Spinatblöcke in den Topf geben, rundherum wieder das Gemisch schichten - möglichst beide Blöcke weit auseinander legen um besser für gleichmäßige Hitze zu sorgen.

Deckel drauf und erstmal garen bis der Spinat aufgetaut und gegart ist.

An dieser Stelle darf erstmal nach Herzenslust gewürzt werden - Spinat schluckt ja sehr viel Aroma und vor allem Salz und auch Tofu ist ein großer Nimmersatt in Sachen Würze.

Daher gibt es eher die Gefahr, dass man die Pide unter- als überwürzt.

Was auf alle Fälle rein muss ist Knoblauch - ob als Pulver oder frisch bleibt jedem selbst überlassen, aber Knoblauch und Spinat sind einfach Seelenpartner!

Ich würze sehr gerne mit Gemüsebrühepulver und davon kann es dann schon mal ein, zwei EL voll sein (je nachdem ob man die Tofumasse auch noch damit würzt, eben aufpassen)


Das appetitlichste Foto von allen:
So sieht meine Tofumischung aus, verwendet hab ich Seidentofu, weichen Tofu, Cashewmus, Mandelmus, Brühpulver, Ahornsirup, Hefeextrakt (wollt ich mal probieren, aber ich finde das brauchts echt ned) und ne Prise Muskat. Später hab ich dann die Hefeflocken dazugerüht und auch etwas Sojamehl als Ei-Ersatz genommen, was es aber bestimmt auch ned unbedingt gebraucht hätte.



Aber am Anfang will man ja lieber auf Nummer sicher gehen - daher hab ich in meiner Euphorie auch viel zu viel Tofu und besonders zu viel Nussmus und auch arg viel Hefeflocken genommen - wem dieser Geschmack also etwas zu intensiv ist, der sollte definitv nicht ne ganze Handvoll wie ich nehmen :-)

Fürs nächste Mal würde ich wohl einen weichen Tofu ca 200g  und 2 EL Seidentofu oder etwas Sojajoghurt nehmen und etwas Nussmus nach Belieben(einfach genug um es zu einer cremigen Masse pürieren zu können) und  so zwei EL Hefeflocken und 1EL Brühwürfel.

Inzwischen sollte der Spinat so aussehen:

 Jetzt kann man ein wenig der übrigen Flüssigkeit und auch einen Teil des Gemisches (ich habe ein paar Löffel Lauch und Zwiebeln genommen) zum Tofu geben und mitpürieren



Nun mal Spinat und Tofumasse abschmecken - sie sollte gut gewürzt, aber nicht übertrieben salzig sein, ein Teil des Geschmacks wird während des Backens vom Spinat geschluckt.

Dann gehts ans Manschen:

Wie schon gesagt, in meinem Fall war es einfach viel zu viel Tofu.
- wer sich mit der Menge unsicher ist kann aber auch einfach mehr machen, die Creme selbst ist ein sehr leckerer Dip und Käseersatz!!
Dann einfach die Mischung in ein paar Schöpflöffeln zum Spinat geben und bei jedem erstmal untermischen, da sieht man am Besten wie viel noch benötigt wird - die Creme sollte die Masse gut umschließen - ich hatte es leider andersrum gemacht, aber so einfach den Spinat danach wieder rausgefischt und aus dem Rest nen Dipp gemacht ;-)


Sehr sehr lecker zu Pellkartoffeln - könnte auch gut bei Raclette passen!


 Wer es gern mit etwas Biss oder "Speck" mag, der kann jetzt Räuchertofu kleinschneiden - ich hatte leider nur normalen brösligen - aber das hätte ich mir schenken können. Also wer mag Räuchertofu in der Pfanne braten und zur Mischung geben.

Erste Rolle Blätterteig auf dem Backblech auslegen und mit Masse füllen, zwei Fingerbreit vom Rand noch Platz lassen.
Ich hab den gebratenen Tofu drübergestreut und eingedrückt, weil ich die Masse schon drauf hatte.


Dann kommt der spannende Part - die zweite Lage ausrollen, vom Backpapier nehmen und passgenau auf die untere legen - geht zu zweit notfalls auch besser, wer unsicher ist.
Hier sieht man gut, wie ich die beiden Seiten miteinander verbinde - zuerst die Unterseite hochklappen und dann die Oberseite drüberkleben (dazu reicht der batzige Rest, der durch das Drauflegen sowieso an die Enden kommt - man kann aber auch Wasser nehmen)

Das rundrum und besonders bei den Ecken dicht verpacken, so dass man am Schluss draufdrücken und alles zu den Seiten und Ecken hin hinausdrücken kann, das verstärkt die geklebte Schicht:


Und nun pieksen! Mit Gabel, Messer, Schaschlikspiessen oder was auch immer - Hauptsache es sind einige Luftlöcher drin, sonst geht der Deckel auf wie diese amerikanischen Popcornpfannen mit Aludeckel!
Aufreissen geht auch, man kann also auch mit zwei Gabeln arbeiten, fürs Foto hab ichs mal geduldig und ordendlich gepieckst, ein paar größere Löcher sind aber besser, die kleinen gehn oft beim Aufbacken wieder zu.



Fertig - nun ab in den Ofen, 180°C Umluft, oder 200°C Ober-/Unterhitze so lange, bis der Blätterteig schön gebräunt und knusprig ist, wer Angst hat, dass es noch nicht fertig sein könnte kann auch etwas runter- oder ausschalten, Alufolie drauflegen und noch ne Weile backen lassen.

Dann aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen, mindestens bis sie lauwarm ist:



Dann gleich mal große Portionen rausschneiden, weil es süchtig macht und man immer mehr davon essen will ;-)

Die Pide ist locker drei Tage haltbar
 - länger kann ich nicht sagen, so lange hat bis heute noch kein Stück überlebt!



(seltsam, seit Jahren mach ich dieses Rezept, aber erst dieses Mal ist mir eingefallen, dass ein dreieckiger Schnitt wie oben viel mehr hermacht, als diese "Pflotschen" hihi)


Und guten Appetit!

Deutschland, deine veganen Blogger!

Ich liebe Blogs.

Ich liebe es Blogs zu lesen,
die Fotos, die Emotionen und das schöne Gefühl,
mit jemandem etwas zu teilen, quasi dabei zu sein.

Das hat mich auch vor kurzem dazu bewegt, meinen brandneuen, persönlichen Blog (ja ist noch etwas leer, aber ich will ja auch ned jeden Tag reinschreiben: Schlafen, Essen, Arbeit, Essen, Schlafen... ) öffentlich zu halten.

Ich teile gern etwas mit Menschen und da ich mich in Blogs oft mit anderen Menschen identifizieren kann, gibt es einem immer das Gefühl, dass man nicht der einzige Spinner/Veganer/(beliebig erweiterbar) ist! ;-)

Gerade wenn um einen herum wenig Gleichgesinnte leben, die Familie oder der Freundeskreis für ein besonderes Interesse/Hobby/Ernährung/etc. nicht wirklich viel oder kein positives Interesse/Feedback/Akzeptanz/etc. zeigt.

Oft fehlt einem eben zu genau diesem Thema ein Austausch, ein Gesprächspartner, dem es genauso geht.

Mit haben besonders deutsche vegane Blogs zu Beginn sehr geholfen, weil man sieht, wie gerade frisch gebackene VeganerInnen den gleichen holprigen Weg gehen wie man selbst. Wie die ersten Versuche gelingen/misslingen oder endlich etwas was man früher schon geliebt hat perfekt veganisiert wurde!

Allerdings hat mich schon seit ich zum ersten Mal Blogs gelesen habe die Frage gequält, wie finde ich denn jetzt genau die Blogs die ich suche, ausser über Google?

Und da man sich gewöhnlich (so mach´s ich zumindest) von einem Blogroll zum nächsten hangelt und so noch ein paar schöne Dinge findet war es nicht immer der einfachste Weg.

Deswegen freut mich besonders,
dass die liebe Carola von twoodledrum etwas ganz Großartiges geschaffen hat!

Eine Liste deutssprachiger veganer Blogs!!
Superübersichtlich und Alphabetisch sortiert.

Hier ist sie:

An dieser Stelle nochmal vielen Dank an Carola, dass du dir so viel Mühe gemacht hast! (Und dass ich auch drin bin *freu*)

Für jeden Veganer ein absolutes MUST have und weil es eine so tolle Idee ist, schreibt ihr bitte, wenn ihr noch einen weiteren veganen deutschen Blog kennt, selbst besitzt oder vielleicht gerade erstellt! Diese Liste sollte unbedingt ständig aktualisiert werden und ist eine große Hilfe besonders für vegane Neulinge und Leseratten ;-)

So das wars erstmal,
ich muss jetzt gleich los, ein paar Blogs ankucken! *flitz*


Alles Liebe
und viel Spaß!

Sonntag, 30. Dezember 2012

Thai Curry mit Mock Duck

Ich liebe Thai Curry!

In allen Variationen, mit Reis, ohne Reis als Suppe, mit nur Gemüse, mit Tofu, mit Ente.

Mit Mock Duck Entenfilets genauer gesagt!

Mock Duck ist entgegen des Namens eine völlig vegane Angelegenheit und seit Vantastic Foods auch ohne Glutamat erhältlich und wirklich lecker!

Da ich in wundervoller Gesellschaft gekocht habe - meine Mum umd eine sehr liebe Freundin von uns wollten gern mal vegan mit mir kochen und nachdem ich eine frische Lieferung an veganen Köstlichkeiten im Hause hatte durften sie sich spontan eine Richtung aussuchen.
Auf meine Vorschläge riefen beide gleichzeitig "asiatisch" und somit war das mit dem Thai-Curry und den dazu perfekt geeigneten Entenfilets abgesegnet.

Da es zu dritt in der Küche eh schon etwas kuschliger und actionreicher zuging als wenn ich allein koche hab ich mir die vielen Fotos für die Zubereitung gespart - aber wie man Gemüse kleinschneidet wisst ihr ja alle. Hier eins kurz vorm servieren, als wir die Entenfilets noch kurz in der Sauce mitziehen ließen.



Und so gehts:

- Gemüse nach Wahl kleinschneiden
(es geht wirklich alles was im Haus ist, sehr lecker sind aber auf jeden Fall immer Blumenkohl oder Brokkoli, Möhren, Paprika, Zucchini und auch Zuckerschoten passen immer perfekt dazu. Eine Kohlsorte wie Wirsing usw eignet sich auch sehr gut dafür -w ir haben ein paar Blätter Grünkohl am Schluss dazugegeben)

- im Wok oder Topf anbraten (am besten in Kokosfett, besonders gut passt auch kleingeschnittener Ingwer und frische Chilischote dazu - Chili wird bei hoher Hitze in Öl gebraten wieder mild)

- 1 Tasse Basmati- oder Thai-Duftreis mit etwas Salz und 1,5 Tassen Wasser zum Kochen bringen, dann runterschalten und bei kleiner Hitze ziehen lassen
(im extra Topf natürlich! Übrigens, auch wenn das Verhältnis gerne mit 1:2 auf der Packungsanleitung beschrieben ist, wird der Reis mit etwas weniger Wasser meines Erachtens besser - hab ich von Mama mal gelernt ;-) dazu aber wirklich die Hitze stark reduzieren oder nach einigen Minuten ganz ausschalten und ziehen lassen)

- in einer Pfanne die Entenfilets (vorher abgetropft) mit reichlich Kokosfett oder z.B. Sesamöl anbraten
(das Kokosfett gibt aber schon so einen leckeren Kokosgeschmack der perfekt zur Kokosmilchsauce passt)

Bei Gemüse folge ich einer einfachen Regel:
 Alles was fest und knackig ist wie Blumenkohl, Brokkoli, Karotten usw wird als erstes mit den Zwiebeln, Lauch etc gebraten.
Wasserreiche Zutaten wie Paprika und Zucchini, Zuckerschoten usw kommen erst am Schluss in den Wok, dabei gebe ich auch schon die ersten Gewürze, frischen Knoblauch und besonders die Currypaste dazu und lasse sie kurz mitbraten (dann aber Hitze reduzieren).

- Nach ein, zwei Minuten mit einer Dose Kokosmilch aufgießen und mit Brühe, Currypulver und etwas Süße wie Agavendicksaft abschmecken
(ich würze gern mit mildem Currypulver nach, weil ich die fertigen Currypasten sehr scharf finde und das Aroma erst bei mehr davon richtig durchkommt - die Schärfe leider ebenso. Wer mag kann auch zuerst den festen Teil der Kokosmilch mit der Currypaste noch etwas brutzeln lassen und dann alles mit der restlichen Flüssigkeit aufgießen)

- Sojasauce und Salz würzen zusätzlich und wer frischen Koriander liebt immer rein damit :-)
(Kokosmilch verträgt einiges an Gewürzen)

Kleine Abwandlung:
Wer es gerne fruchtig mag kann an dieser Stelle auch Früchte zugeben, Bananenstücke, Ananas oder auch Dosenfrüchte sind mild und geben wenig Säure ab, mit dem Saft aus der Dose kann man auch die Sauce etwas verfeinern - wer frische Früchte nimmt sollte mal etwas Mangosaft dazugeben, das ist sehr lecker! Aber eine ausgepresste Orange tuts auch. Rosinen kann man bei Bedarf auch dazugeben, die am Besten gleich mit der Kokosmilch zugeben, dann saugen sie sich voll.

- Die Entenfilets werden wenn sie knusprig sind in die Sauce gegeben und noch bei geringer Hitze köcheln lassen bis das Gemüse gar und die Sauce etwas eingedickt ist
(wenn die Filets in der Sauce gezogen und wieder aufgewärmt wurden war der Geschmack sogar noch authentischer - ich würde das nächste Mal versuchen die Filets sehr früh in die Kokosmilch zu geben und evtl sogar Ingwer, Chili und Knoblauch nach den ersten Minuten anbraten in die Pfanne geben und mit Sojasauce ablöschen.
Keine Sorge, die Filets werden durch das mitgaren in der Sauce nicht "lätscherd" sondern werden sogar wieder saftig und knusprig wenn man sie z.B. zu lange in der Pfanne gebraten hat)

- fertiges Thai-Curry mit Reis zusammen auf einem tiefen Teller oder einer Schale anrichten und genießen!


Guten Appetit und viel Spaß beim nachkochen!

(@Janaya, ich hoffe dir ist das Rezept genau genug, die Mengenangaben kannst du selbst wählen :-))






Samstag, 29. Dezember 2012

Reste-Chili schnell und lecker!

Wenn man spät abends heim kommt und durchgefrohren ist oder einfach noch ne warme Mahlzeit braucht, aber nicht mehr lange in der Küche stehen will.

Denkbar einfach in der Zubereitung:

Lauch oder Zwiebel kleinschneiden und in Olivenöl anbraten.
Knoblauch dazu gepresst oder geschnitten bei kleinerer Hitze.
Tomatenmark rein und mit etwas Agavendicksaft karamelisieren (geht aber auch ohne beides) mit wenig Wasser und evtl einem Schluck Wein aufgießen und mit einem Löffel Brühe aufkochen.
Eine Dose Pizzatomaten und eine Dose Chilibohnen oder normale Kidneybohnen dazugeben.

Mit Mexicogewürz abschmecken oder mit Paprika süß, scharf und allem was irgendwie mexikanisch klingt selbst versuchen.

Dann Fleischersatzreste kleinschneiden und zugeben zum mitkochen. Ich  hatte zwei Würstchen, einen Alnatura Bratling mediteran (zerbröselt) und noch etwas Gefro Bolognese Fertigmischung mit Sojaschnetzel.

Wer Tofu nimmt sollte ihn zuvor in einer separaten Pfanne in Öl oder "Butter" kross braten.

Alles eine Weile köcheln lassen und je nach gewünschter Konsistenz dickflüssig oder als Suppe etwas dünnflüssiger mit ner Scheibe frischem Brot servieren.

an Guadn!!





Montag, 19. November 2012

Keine Zeit, kein Gemüse... kein Essen?

Gestern hab ich verschlafen.. das passiert. Aber passiert euch das auch wenn ihr erst um 15:30 Schichtbeginn habt? Um viertel nach Zwei wach ich entspannt auf und mein Mann der Frei hat sitzt gemütlich neben mir und spielt mit seinem Handy. Als ich ihn frage warum er mich nicht geweckt hat höre ich: "weil du so süss geschlafen hast"

Grrr.. da kann man nicht sauer sein. Also Ehemann küssen, aufstehen und Panik bekommen. Langsam wird die Zeit knapp, etwas vernünftiges zum Essen muss noch her, sonst sitzt ich in der Spätschicht bis Null Uhr mitten auf dem Vorfeld vom Flughafen und bin abgeschnitten von jeder Form von veganem Essen (selbst nicht vegan wäre nur die Kantine *würg* oder der Süssigkeitenautomat).

Kühlschrank auf: Verdammt... kein Gemüse. Kühlschrank zu.

Vorratsschrank auf: Hirse... Hmmm Hirse? Eine Dose Pizzatomaten... hmmm ob das schmeckt?

In meinem Kopf taucht ein altes WakeUp-Rezept auf, Hirse mit Tomatensauce, hab ich nie probiert weil ich es mir grauenhaft vorgestellt hab.

Jetzt aber los - Hirse in den Pott, nochmal soviel Wasser drauf und nen Löffel meiner geliebten Wakeup-Brühe drüber - alles köcheln lassen und schnell duschen gehen. Danach Pizzatomaten öffnen und drübergeben, zusammen mit nem Schuss selbstgemachtem Knoblauchöl, italienischen Kräutern (sehr lecker die riesige Gewürztüte aus dem Kaufland) und meinem Bruschetta-Gewürz auf das ich auch seit Wakeup nicht mehr verzichten kann.

Weiterköcheln lassen und schnell föhnen und anziehen... Uniform an, ab in die Küche, abschmecken mit Salz und Pfeffer... noch ganz schön knirschig, egal ich muss los! Alles in eine Tupperbox und ab in die Arbeit!

Am frühen Abend langsam Hunger bekommend mach ich die Box auf und bete, dass sich die Hirse durch die Restwärme noch selbst fertiggegart hat. Erster Bissen - und ich bin verliebt!

Lecker tomatig, nach italienischen Kräutern und Tomatenstückchen mit zartem Biss einer perfekt gegarten Hirse - keine übrige Flüssigkeit, ein Traum!


Absolut empfehlenswert wenns schnell gehen muss - und nicht nur dann!
Werd ich tatsächlich öfter machen - dann aber auch Gemüse oder eine Beilage wenn ich mal mehr Zeit hab.

Guten Appetit.

Samstag, 17. November 2012

Hurra die "rohe" Post ist da!

Endlich kam mein heißersehntes Paket von Pureraw.de


Wer die Produkte nicht kennt, es handelt sich um einen Onlineshop für rohe (dh. schonend unter 42°C getrocknete) Lebensmittel, Nahrungsergänzungen und Dinge die man manchmal noch nie vorher gesehen hat. Durch die niedrige Trockentemperatur sind alle hitzeempfindliche Inhaltsstoffe noch enthalten und furchtbar gesund! Kurzum, ich liebe diese Seite!

Mal sehen ob ich alles aus dem Stegreif zusammenbring, bestellt hatte ich z.B. MaKao - eine Art Kabapulver nur tausendmal gesünder und ohne Zucker, davon hab ich heute eine leckerePortion zum Frühstück gemacht (allerdings mit heißer Sojamilch und einem Schuss Agavendicksaft, daher nicht roh wie man es mir leckerer Nussmilch und lauwarm machen könnte):






Dann noch MaKafée, eine Art Kaffe-Ersatz aus Macapulver (selbstverständlich in Rohkostqualität) hab ich aber noch nicht getestet weil ich so auf Matcha (dazu gleich mehr) und MaKao steh zur Zeit.
Geschälte Hanfsamen hab ich auch - die sind traumhaft!!! Nussig und sehr cremig, haben nicht diesen furchtbaren Hanfgeschmack wie man das vllt von dem Öl kennt, ich würde sie eher mit Kürbiskernen vergleichen, allerdings zarter im Geschmack und eine cremige Konsistenz wie Pinienkerne - sooo lecker! Auch super für Milch machen geeignet, weil sie aber nicht ganz günstig sind mische ich sie dann mit Cashewkernen oder anderen Nüssen (wobei Cashewkerne dazu auch super sind weil sie sich auch komplett auflösen und nicht gesiebt werden müssen).



Nachdem ich jetzt ernährungsbedingt einen größeren Vorrat an Sojajoghurt brauche und nicht immer für ungesüßten Joghurt bis zum Reformhaus oder Biomarkt fahren wollte hier also die perfekte Alternative! Nicht ganz billig, so 16€ kostet das Ganze, darin enthalten 6 Tüten mit genug Kulturen für jeweils 1 Liter Sojamilch (Nussmilch hab ich noch nicht getestet, wird aber noch probiert!) - diese kann man widerrum bis zu vier mal "überimpfen" dh. aus jedem fertigen Produkt kann ich mit ein paar EL wieder neuen Joghurt ansetzen und in diesem dann auch wieder usw..

Gemacht hab ich schon zwei Liter (einen also auch mit "überimpfen"  -soll man allerdings nur innerhalb der ersten drei Tage machen) - gegessen allerdings noch nicht, weil mich die MaKaos und Matchashakes und Smoothies als Frühstück so satt gemacht haben dass ich mein geliebtes Müsli nicht mehr geschafft oder gebraucht hab.  Morgen aber!! Muss jetzt wieder mehr Joghurt verbrauchen sonst hat sich die Packung nicht rentiert wenn ich das mit dem vielen überimpfen nicht schaff!

Kefirknollen hab ich momentan auch -bisher noch in Kuhmilch, auf die steht mein Mann, allerdings versuche ich sie langsam an Sojamilch oder evtl auch Nussmilch zu gewöhnen - bin gespannt wie viel ich wegschütten muss bis ich ein akzeptables Ergebnis hab.

Nun weiter im Text, es gibt noch Kakaonibs auf die ich so wahnsinnig gespannt war - naja ist etwas ernüchternd. Ist in etwa so wie wenn man auf Kaffeebohnen beisst, nur schmeckt es statt nach Kaffee eben leicht nach Kakao. Stell ich mir aber gut in selbstgemachter Schokolade vor, was ich auch noch probieren will - gibt das ein tolles Rezept im "Vegan for Fit".

Ein weiteres praktisches Produkt ist das Nussmilchsieb - ein Stoffbeutel der haarfeine Reste aussiebt und sich besonders für Mandelmilch und Haselnussmilch eignet - hab ich noch nicht probiert, bin aber gespannt!

Das silberne Döschen ist übrigens der vielberühmte Matcha - den gab es nicht bei Pureraw, sondern den hab ich über Amazon bestellt. Das kleine Ding kostet 13€ und das war noch nicht die höchste Preiskategorie.

Kleines "unboxing":


Die Dose kommt versiegelt an, ist allerdings nicht ganz einfach zu öffnen ohne gleich in grünem Rauch zu stehen ;)



Leuchtend grünes feinstes Matchapulver kommt einem dann entgegen - da muss man gleich mal den ersten Test machen:



Hab Cashews und geschälte Hanfsamen gemahlen, mit dem Matchapulver in den "Mr. Magic" oder sonstwas und dann mit Wasser und nach Belieben etwas Agavendicksaft aufgießen und mixen:


sieht doch super aus! Geht sogar noch besser:

Fazit: Matcha ist seeeehr lecker wenn man das etwas grasige von grünem Tee mag. Da ich meine Grüntees immer genau nach diesem Geschmack ausgewählt hab ist es für mich der Matcha-Himmel auf Erden :)

Montag, 5. November 2012

Vegane Chai-Latte oder Heiße Schokolade

Sojamilch ist toll. Sojamilch kann lecker sein, ist sie leider aber nicht von jedem Hersteller. 
Viele verteufeln Alpro, da sie zu einem der weltgrößten Milchproduktionsbetriebe der Welt gehören, mir als "egoistischer" Veganer ist das jetzt nicht so wichtig - ich bin ja (wer weiß vllt kommt das noch?) nicht aus Tierschutzgründen vegan, sondern weil ich herausfinden will ob ich so leben könnte ohne das Gefühl zu haben, dass mir etwas fehlt und weil ich herausfinden will, ob ohne Tierprodukte zu leben tatsächlich besser für meine Gesundheit und meinen Körper ist. Abnehmen ist nach wie vor ein Thema und allein weil so alle gängigen Snacks um einen rum nicht vegan sind wird man schon weniger in Versuchung geführt!

Da aber z.B. Sojamilch vom Aldi nur die Hälfte kostet hab ich mir da in weiser Vorraussicht drei Tüten mitgenommen - mit dem Ergebnis, dass sie seehr stark nach Soja schmeckt, also nicht nussig sondern dieses sojatypische halt.

Da ich früher Sojamilch nur im Müsli gegessen hab ist mir das nie besonders aufgefallen, bzw da hab ich es ja eigentlich sehr gern mögen. 

Nachdem aber das gute Soja ja auch eigentlich nicht den besten Ruf hat (wobei ich sie wieder gern trinke, seit in der letzten Fit for Fun stand, dass zwei Gläser täglich gegen Regelschmerzen helfen), gibt es bei mir seit neuestem eine viel gesündere Alternative. Vor allem weil ich so einen großen Bestandteil von Mineralien und Vitaminen decken kann - Nüsse!

Eine Nussmilch ist schnell gemacht, einfach eine Handvoll klein mahlen, mit Wasser aufgießen und ne Weile mixen. Danach entweder den gemahlenen Rest mit einem Sieb oder Nussmilchbeutel abseihen, oder wie ichs aus Faulheit gern mach - drin lassen! Wenn man daraus dann z.B. einen Shake macht in den sowieso feste Bestandteile kommen merkt das eh kein Mensch mehr. 

Wer es dennoch genauer wissen will, dem empfehle ich diese Anleitung von "Die Umsteiger-weg vom Fleisch"  

Absolut einfach und schnell. Dann wisst ihr auch schon wie also Kakao gemacht wird - ich nehme statt Datteln gern Agavendicksaft, vor allem weil ich mit dem kleinen Mixer weitermache den er hat und dieser Motor nicht so ne tolle Leistung hat wie der Vitamix. 

 Meinen Chai Latte mach ich allerdings momentan immer mit Haferdrink Chai von Natoumi den gibt es in jedem dm Markt. Der Drink hat schon einen guten Grundgeschmack nach Chai-Gewürzen und eine leichte Süße. Ich erhitze den dann nur noch im Topf, werf von Anfang an einen Teebeutel Chai dazu (gibts ja in allen Variationen) und schmecke evtl noch mit Agavendicksaft ab und mit dem hier ganz gern:

Das ist seehr lecker und macht sich auch oben drauf als Deko im fertigen Drink noch gut. Wer es gerne etwas eleganter hat schäumt sich den Chai noch mit Mixer, Milchaufschäumer oder stinknormal mit nem Scheebesen im Topf auf. 

Das fertige Ergebnis sieht dann so aus:


Und es schmeckt himmlisch! Ich merk keinen Unterschied, wer es gern gehaltvoller hat mixt evtl noch einen Löffel Mandelmus drunter (und seiht eventuell noch die restlichen Mandelstückchen ab) aber ich finds klasse. Nimmt auch die Lust auf was Süßes oder ersetzt den Kaffee wenn man den Chai Teebeutel mit Schwarztee nimmt (oder extra nen Beutel Schwarztee dazugibt). 

Demnächst kauf ich mir mal Matcha - das soll ja das Kultgetränk schlechthin jetzt sein, dann gibts mal grünen Chai ;)

Have fun!

Zuchinispaghetti an Auberginencremesauce

Auf ein Neues, heute zeig ich meinen Lieblingsspirali nochmal, hab zum ersten Mal Zucchinispaghetti gemacht und es war sooo lecker!!

Hab extra ein paar Fotos für euch mit gemacht:



So sieht das also aus wenn Zucchini zu Spaghetti werden.
Das hier sind jetzt zwei Stück, ist erstmal viel, allerdings fallen die beim erhitzen stark zusammen. Wer sie also nicht kalt und roh essen will sollte fast noch eine mehr machen. 


Erster Anrichtversuch auf den rohen "Nudeln" nachdem ich sie aber lieber warm essen wollte hab ich sie danach nochmal in die Pfanne geworfen, hatte nur Angst, dass sie dann nicht mehr so schön aussehen - die Sorge war allerdings unbegründet:

 Et Voila! wunderschöne Zucchinispaghetti an Auberginencremesauce, darüber sind getrocknete Grünkohlchips gebröselt und ein "Parmesan" aus Nüssen, Hefeflocken und etwas Salz. 

Das Rezept für die Sauce ist allerdings etwas kreativer, da ich eine Resteverwertung von einem Brotaufstrich gebraucht habe.

Also hab ich spontan eine halbe Aubergine mit Zwiebeln und Öl angebraten bis sie weich ist, Tomatenmark und frischen Knoblauch mitangeschwitzt, alles mit Wasser und etwas Sojasahne aufgekocht, zwei EL vom restlichen Brotaufstrich "Aubergine" (Auf Basis von Sonnenblumenkernen, war so also gehaltvoll und cremig genug, daher hab ich kaum mehr Sahne gebraucht) dazugeben und kurz mit dem Mixer oder Pürierstab fein mixen. Je nach Konsistenz noch etwas Wasser hinzufügen und aufkochen.

Mit Brühe, Pfeffer und Agavendicksaft verfeinern und die rohen Spaghetti unterheben. Bei mittlerer Hitze kurz ziehen lassen bis sie warm aber noch bissfest sind und auf dem Teller anrichten - Hilfreich ist es, den Teller/Schale vorher mit heißem Wasser ausspülen, oder im Ofen warm zu halten (was allerdings für einen Teller Stromverschwendung wäre, daher mach ich das nur bei Ofengerichten) - etwas heißes Wasser aus dem Wasserkocher wärmt den Teller an und das Gericht wird nicht so schnell kalt - vor allem bei den dicken Porzellantellern die ich hab!

Parmesan kann man wie folgt blitzschnell ersetzen, am besten schmeckt es allerdings mit gerösteten Pinienkernen, gehen aber auch Mandeln oder Cashews und notfalls auch ungeröstet:

Handvoll Pinienkerne in der trockenen Pfanne goldbraun rösten
in einen Mixer geben der auch Nüsse mahlen kann (Mr. Magic oder ähnliches ist dafür ideal) je nach belieben eine kleine Handvoll oder nur einen EL Hefeflocken dazugeben, eine gute Prise Salz und kurz zerkleinern. 
Wie Parmesan drüberstreuen - soo lecker. 
(Ich koche gerne salzarm und würde ja das Salz weglassen, aber Parmesan ist nunmal salzig und das macht viel vom Geschmack aus. Wer also lieber Salz spart sollte gleich den ganzen "Parmesan" weglassen)

Guten Appetit!


Sonntag, 4. November 2012

Going vegan!

So jetzt ist es soweit - lang hab ich drüber nachgedacht, aber irgendwie muss es jetz mal sein.
Wenn auch erstmal nur probeweise und - ja bevor alle sich beschweren - erstmal auch NUR die Ernährung! Ich werde also (noch) nicht anfangen nur vegan produzierte Kosmetik, Kleidung und Schuhe zu kaufen und mich auch jetzt gerade noch nicht damit auseinandersetzen - aber vielleicht kommt das noch.. ich dachte ja auch nicht, dass ich mich mal vegan ernähren würde.

Seit 1.11.12 - der Weltvegantag ernähre ich mich jetzt komplett vegan.
Damit man auch sehen kann wie sowas aussieht hab ich ein paar Highlights davon in Instagram und auf Twitter. Dort zu finden unter "starofatlantis"

Hier ein paar Impressionen daraus: