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Sonntag, 3. Februar 2013

Shake´n Bake Süsskartoffelpommes mit Guacamole



Shake & Bake hab ich in den USA in meiner Au Pair Zeit kennen gelernt. Damals (so um Millenium rum) dacht ich mir noch "gar nicht mal so doof die Amis" - verkaufen einem doch tatsächlich eine Prise Würzmischung mit ner Plastiktüte in nem großen Karton und verlangen dafür nen Haufen Geld.
Wir hatten damals Shake´n Bake Chicken, also Hühnerflügel und -keulen, die man nur gewaschen, abgetupft und in einen Plastikbeutel mit der Würzmischung geworfen, aufgepustet, zugedreht und geschüttelt!
Simpel aber irgendwie gar ned mal so blöd.
Seitdem ist dies meine Lieblingsmethode um vor allem Pommes Frites gleichmäßig zu würzen. (Demnächst will ich mal versuchen, ob das nicht mit Sojaschnetzel auch gut funktioniert - dann bräuchte man nicht so viel Öl bis sie sich vollsaugen damit.)

Um ehrlich zu sein ist die Kombination mit der Guacamole etwas gewagt.
Schmeckt sehr gut, trotzdem könnte mir sogar Beides einzeln sehr gut zu was anderem vorstellen.

Die Süßkartoffelpommes waren nämlich pur so lecker, dass ich die meiste Zeit vergessen habe zu dippen, bzw den Geschmack damit nicht überdecken wollte. Sie passen bestimmt auch sehr gut zu einer Salsa oder Chilisauce. Oder ganz banal Ketchup und Mayo ;) Oder eben einfach pur!

Die Guacamole dagegen war auch noch traumhaft lecker als Dip für Tortilla Chips oder Gemüse, und wäre als Brotaufstrich usw sehr gut geeignet.

Guacamole zubereiten ist dank meiner neuen Küchenmaschine ein Kinderspiel. Zwiebeln und etwas Knoblauch drin klein hacken, wer mag auch ein Stück frische Chilischote, ansonsten Paprika und/oder Tomaten (aber entkernen) dazugeben.

 

 Eine halbe Zitrone oder Limette reinpressen, Gewürze wie Mexico-Mix, Paprika und Salz dazu und mit der Avocado mixen (nicht lange sonst wirds eher ne Konsistenz wie Buttercreme und das find ich bei Guacamole persönlich eklig)


So schnell gemacht! Und soooo lecker!

 

Jetzt die Süßkartoffeln schälen und in fingerdicke Pommes schneiden

 

Die omnöse Plastiktüte mit Würzmischung vorbereiten - geht auch pur ohne Öl, so verteilt sichs aber besser. Und schmeckt leckerer ;-)

 

Süßkartoffeln in die Tüte dazugeben

 

Etwas Luft reinpusten und oben abdrehen, festhalten und wie wild schütteln!

 

Danach sollten die Pommes gleichmäßig gewürzt sein - ab damit auf ein Backblech und bei 200°C so 12 Min backen, je nach Geschmack - kann man ja zwischendurch testen.

 

Und fertig im Dippschälchen angerichten!
An Guadn!

Mittwoch, 30. Januar 2013

Gemüsetortellini mit Bolognesesauce


Simpel, schnell und herzhaft lecker!
Schon länger wollt ich mal wieder Sojaschnetzel ausprobieren, da ich aber von der Tofu-Variante als Bolognese so restlos überzeugt war haben sie irgendwie das Nachsehen gehabt.

Diesmal durften sie aber wieder mitspielen.

Die Tortellini sind diesmal von Alnatura, und zwar die Vollkorn-Gemüsetortellini, die haben sogar meinen Mann begeistert.

Die feinen Sojaschnetzel sind übrigens auch von Alnatura, da hab ich mal gehört das wären die leckersten - und stimmt. Die Konsistenz ist ideal, kleine gehackte Würfelchen und nicht so windige Fasern wie mans in manchem Sojagranulat hat, was dann beim Essen die Idee eines gehäkselten Schwamme vermittelt.

Wie man Tortellini kocht muss ich ja wohl nicht erklären, also fang ich gleich bei der Bolognese an.


Und so gehts:

In einem Topf oder Schale kochendes Wasser über die Sojaschnetzel geben, 10 Min warten und ausspülen. Mehrmals mit kochendem Wasser übergiessen und wieder spülen, ausdrücken.


Ich hab ein paar getrocknete Tomaten gleich mit ziehen lassen und diese dann in kleine Stückchen geschnitten.


Das Sojahack hab ich dann mit etwas Olivenöl in der Pfanne angebraten bis es leicht gebräunt war, danach gehackte Zwiebeln und die getrockneten Tomatenstücke dazugebeben.
Eigentlich gehören auch noch kleine Karottenstückchen rein, aber die hab ich voll vergessen.
Selleriestücke machen sich auch ganz klasse darin - aber es musste eben schnell gehen ;-)

 

Dann die Masse am Rand weiterbraten lassen und bei mittlerer Hitze 2 EL Tomatenmark in der Pfannenmitte anbraten.
Mit etwas Rotwein (wer Wein ned mag nimmt Gemüsebrühe) ablöschen und einreduzieren lassen.

Eine Dose Tomaten dazugeben (Ich nehme immer Pizzatomaten, weil ich die Tomatenstücke sehr gut finde und es nicht so "soßig" wird) und mit Brühe, Salz, Pfeffer und italienischen Kräutern abschmecken.

Tortellini unterheben und servieren!
Wer mag kann sich aus gerösteten Nüssen (Cashew oder Pinienkerne sind sehr lecker) etwas Hefeflocken und Salz einen veganen Parmesan mixen, aber ich hatte Hunger, grins.

 

Guten Appetit!

Donnerstag, 29. November 2012

Ein-topf, tausend Gerichte

Da ich ja gelegentlich so von meinem Nicer Dicer plus schwärme, dachte ich dieses Rezept bietet die ideale Gelegenheit, ihn euch mal vorzustellen!

Wie ich bereits erwähnt habe bin ich gerade richtig schön erkältet, d.h. ich hab weder Kraft noch Lust viel zu kochen und irgendwie ist mein Lieblingsmahl in solchen Zeiten immer eine Suppe oder ein Eintopf. So hab ich also gleich mal eine Ration für mehrere Tage gekocht - mit dem Fazit dass ich größere Töpfe brauche grrr...

Und um auch ein wenig klugzuscheissern, dieser Eintopf ist perfekt bei Erkältung, er ist basisch, gleicht also die Übersäuerung einer Erkältung aus, bzw hilft dabei, versorgt mit wichtigen Vitaminen und Nährstoffen, macht satt und wärmt und ist ideal auf Vorrat zuzubereiten, wer gerne einfriert sollte immer eine Portion davon im Gefrierschrank haben!!


Diesmal gibt es Kartoffeln, Karotten, Blumenkohl, Wirsing, Brokkoli und Kohlrabi als Einlage - auf den Kürbis hab ich bewusst verzichtet, weil er sich nach mehrmaligem Erhitzen auflöst und ich ihn so lieber kurz in der Pfanne anbrate und dann als Einlage dazugebe. Generell mag ich in Eintöpfen oder Gerichten die evtl mehrmals erhitzt werden lieber festes Gemüse, daher hab ich Zucchini, Paprika und Tomaten etc weggelassen - sowas würde ich lieber wie den Kürbis handhaben.

Chilies, Ingwer, Knoblauch und Zwiebeln dürfen bei diesem Powereintopf natürlich nicht fehlen!


Das ist also der Nicer Dicer, im Grunde nur eine Dose mit Gitteraufsatz und einem Deckel der das Ganze effektiv durch die Gitter drückt. Das gibt es in verschiedenen Größen 




Also los gehts! Halbierte Zwiebeln mit mittlerem Gitter dicern und schonmal im Topf mit Olivenöl bei anbraten



Kartoffeln und Kohlrabi in fingerdicke Scheiben schneiden und mit dem großen Gitter dicern 




Karotten in fingerlange Stücke schneiden und längs halbieren


Halbe Karotte in mittleres Gitter direkt an den Rand legen um die Hebelwirkung zu erhöhen 
(wenn man zu harte Sachen die nicht hoch genug sind mittig reinlegt hat der Dicer nicht genügend Kraft um sie auf einmal durchzudrücken)



 Chiliiiies - je nach Belieben im kleinen Gitter dicern, ebenso Ingwer und Knoblauch


Dieses bei geringer Hitze entweder zu den Zwiebeln geben oder separat in Öl anbraten - die Chilie verliert so ihre Schärfe und bekommt ein milderes Aroma, wer es also sehr scharf mag muss entweder mehrere Schoten nehmen, oder sie nicht lange braten.


 Wirsing, Blumenkohl und Brokkoli schneide ich mit dem Messer, die Strünke verwende ich übrigens mit




An dieser Stelle ein kurzes Wedges-Intermezzo von meinem Mann:


Dazu setzt man den Achtelaufsatz in den Deckel, nimmt den Spaltenaufsatz und los gehts

Raus kommen perfekte Spalten  


Diese mit Gewürzen nach Wahl und etwas Öl in einer Plastiktüte shaken bis alles gleichmäßig verteilt ist



Ab damit aufs Backblech und in den Ofen 

Und wenn man die Kartoffeln etwas früher rausnimmt als mein Mann hat man wunderbar goldbraune Potatoewedges. Geschmeckt haben sie aber trotzdem meint er - Übrigens völlig vegan wenn man seinen Sourcream-Dip ersetzt.
 

Zurück zum Eintopf, inzwischen köcheln die harten Gemüsesorten wie Karotten, Kohlrabi, Kartoffeln schonmal vor sich hin, außer Wasser hab ich noch mit Brühpulver, diversen Suppengewürzen (salzfrei von Wakeup) und etwas Agavensirup und Sojasauce gewürzt
  
Brokkoli, Blumenkohl und Wirsing warten auf ihren Einsatz ca 5 min später


Hier kam der Moment an dem ich feststellte, dass sogar mein riesiger Wok zu klein ist als ich alles zusammengemischt habe. 

Was aber kein Problem ist weil ich nach mehrmaligem Durchmischen einfach den ersten Teil des Eintopfs in eine Tupper gepackt hab, wo sie halbroh und knackig auf ihren Einsatz die nächsten Tage wartet und so auch am dritten Tag nicht verkocht ist


Meine Abwandlung heute war das ganze zu einem Curry
dazu einfach eine Portion des Eintopfs fertig garen, mit Currypulver/Paste und etwas mehr Agavendicksaft würzen 


Und mit 1-2 EL Cashewmus (oder sonstigem Nussmus) eine cremige Konsistenz herstellen


Alles nochmal aufkochen lassen, evtl noch Wasser oder Brühe zugeben und fertig ist ein leckeres Curry!

So hat man jeden Tag ein anderes Gericht aus einem simplem Eintopf-Grundrezept

Andere Varianten sind z.B. den Eintopf pürieren und zur Cremesuppe machen - je nach Gusto mit etwas Nussmus, Curry und und und

oder gekochte Hülsenfrüchte, gebratene Tofuwürfel, gebratenen Kürbis als Einlage zugeben

oder den Eintopf mit einer Dose Pizzatomaten aufkochen, evtl Nudeln, Linsen oder Reis als Minestrone.

Sieht dann so aus!


Gutes Gelingen und wer dies auch als Therapie gegen Erkältung nutzt: 
Gute Besserung!!



Montag, 19. November 2012

Keine Zeit, kein Gemüse... kein Essen?

Gestern hab ich verschlafen.. das passiert. Aber passiert euch das auch wenn ihr erst um 15:30 Schichtbeginn habt? Um viertel nach Zwei wach ich entspannt auf und mein Mann der Frei hat sitzt gemütlich neben mir und spielt mit seinem Handy. Als ich ihn frage warum er mich nicht geweckt hat höre ich: "weil du so süss geschlafen hast"

Grrr.. da kann man nicht sauer sein. Also Ehemann küssen, aufstehen und Panik bekommen. Langsam wird die Zeit knapp, etwas vernünftiges zum Essen muss noch her, sonst sitzt ich in der Spätschicht bis Null Uhr mitten auf dem Vorfeld vom Flughafen und bin abgeschnitten von jeder Form von veganem Essen (selbst nicht vegan wäre nur die Kantine *würg* oder der Süssigkeitenautomat).

Kühlschrank auf: Verdammt... kein Gemüse. Kühlschrank zu.

Vorratsschrank auf: Hirse... Hmmm Hirse? Eine Dose Pizzatomaten... hmmm ob das schmeckt?

In meinem Kopf taucht ein altes WakeUp-Rezept auf, Hirse mit Tomatensauce, hab ich nie probiert weil ich es mir grauenhaft vorgestellt hab.

Jetzt aber los - Hirse in den Pott, nochmal soviel Wasser drauf und nen Löffel meiner geliebten Wakeup-Brühe drüber - alles köcheln lassen und schnell duschen gehen. Danach Pizzatomaten öffnen und drübergeben, zusammen mit nem Schuss selbstgemachtem Knoblauchöl, italienischen Kräutern (sehr lecker die riesige Gewürztüte aus dem Kaufland) und meinem Bruschetta-Gewürz auf das ich auch seit Wakeup nicht mehr verzichten kann.

Weiterköcheln lassen und schnell föhnen und anziehen... Uniform an, ab in die Küche, abschmecken mit Salz und Pfeffer... noch ganz schön knirschig, egal ich muss los! Alles in eine Tupperbox und ab in die Arbeit!

Am frühen Abend langsam Hunger bekommend mach ich die Box auf und bete, dass sich die Hirse durch die Restwärme noch selbst fertiggegart hat. Erster Bissen - und ich bin verliebt!

Lecker tomatig, nach italienischen Kräutern und Tomatenstückchen mit zartem Biss einer perfekt gegarten Hirse - keine übrige Flüssigkeit, ein Traum!


Absolut empfehlenswert wenns schnell gehen muss - und nicht nur dann!
Werd ich tatsächlich öfter machen - dann aber auch Gemüse oder eine Beilage wenn ich mal mehr Zeit hab.

Guten Appetit.

Samstag, 17. November 2012

Grüne Smoothies - sooo toll!

Green Smoothies sind ja wortwörtlich in aller Munde ;)
Meine ersten Erfahrungen in einen Obstsmoothie etwas Grün einzubringen beschränken sich bisher auf ein mir bis dahin völlig unbekanntes Grünzeug - Kale, wie ihn die Amis so gern nennen, oder schlicht Grünkohl.

 Sieht unscheinbar aus, ist aber ein Riesenteil - konnte im Bioladen den ganzen Kopf gar nicht mitnehmen und hab mir einzelne Stängel abschneiden lassen, und an denen werd ich noch lang genug haben. Die Stängel sind fest und eignen sich eher kleingeschnitten als Gemüse oder in Suppen, man zupft das Grün also ab für Smoothies.


Nach ein paar Anläufen hab ich auch die beste Zubereitung im Mini-Billig-Mixer herausgefunden. Ob Mr. Magic, Magic Bullet oder Personal Blender - sie funktionieren ja alle ähnlich und sind im Grunde nicht als leistungsstarke Mixer bekannt die Smoothies effektiv in eine sahnige Masse verwandeln können. Wer natürlich einen großen bzw besseren Mixer hat - nur zu! Für mich ist der Kleine nur die perfekte "1-Glas-Portion" wenns morgens schnell gehen muss


 Damit man den Unterschied beider Messer deutlich sieht hab ich beide Bilder mal eingefügt.
Im Normalfall nimmt man den rechten Aufsatz zum Mixen her, den linken nur für trockene Dinge wie Gewürze und Nüsse zum Mahlen. Mein Trick - ich nehme für das Grünzeug am Anfang den Mahlaufsatz (links im Bild) und mische Grünkohl oder anderes Grünzeug mit Wasser oder Saft (wenns mal schnell gehen muss geht auch ein fertiger Direktsaft) und mixe das erstmal bis das ganze sämig ist.Gut zu wissen wäre noch, dass man den Grünkohl vorher nicht extra klein schneiden sollte, da er sonst "durchdreht" und mit den Messern nicht mehr erfasst werden kann.



Hier sieht man dann auch wie perfekt das ganze zu einer homogenen Masser püriert wird, keine grünen Stückchen mehr die man einfach nicht klein kriegt.
Danach gibt man dann das Obst dazu und nimmt den normalen Mixaufsatz:


 Das Ergebnis:
ein samtig cremiger Smoothie (mit Kaki besonders cremig)

und nicht wie dieser hier - ein etwas gröberer Smoothie, der zwar auch lecker schmeckt, aber man immer öfter auf ein paar grüne Stückchen des doch recht festen Grünkohls beisst.



























Da Grünkohl in Bayern leider nicht so verbreitet und daher nicht überall zu bekommen ist hab ich gerade eine Alternative entdeckt: Wirsing! 


Leider nicht so schön grün, ausser an den äußeren Blättern, aber trotzdem lecker im Smoothie: