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Samstag, 25. Januar 2014

Spinatstrudel und Zahnschmerzen

Hallo und Servus mitnand!

Gestern war meine letzte Frühschicht - mein Biorhythmus ist total durcheinander. Hab mich nur kurz hingelegt, weil das Meeting nach der Schicht so lang gedauert hat und mein Kopf rauchte, aufgewacht bin ich aber dann doch erst abends um halb 9. Also hab ich die Küche aufgeräumt und mich nach dem umgesehen, was es daheim noch gab - immerhin ist mein Plan mit dem einkaufen ja gescheitert.

Nachdem ich seit einer Ewigkeit Strudelteig im Kühlschrank hatte, dacht ich einfach, der muss jetzt dran glauben. Und weil ich diesmal sehr gut aufgepasst hab, was ich alles reingetan hab, kriegt ihr jetzt auch das Rezept:


Frau nehme:

  • 1 Packung Strudelteig (funktioniert aber übrigens bei gleicher Füllung ebenso lecker mit Blätterteig, der wird nur nicht gerollt, sondern da kommt die Füllung eben nur in die Mitte und wird abgedeckt)
  • 1 Block Tofu
  • Olivenöl
  • große Handvoll Cashews
  • 1-2 Zwiebeln (auch lecker mit Lauch)
  • Spinat frisch oder gefroren nach belieben 150-200g
  • Saft einer Zitrone
  • Gewürze  nach Wahl, Brühpulver, Salz, Pfeffer, Gewürzmischungen (Spinat verträgt viel Salz)
  • Knoblauch wer mag
Die Zwiebeln werden als Erstes in der Pfanne gebraten, sobald sie glasig sind und leicht rösten den Spinat gefroren, frisch oder aufgetaut zugeben. Ich mag gern Spinat in kleinen Portionen gefroren, der taut schneller wieder auf. Außerdem hab ich mir vor ein paar Wochen an einem großen Block TK Spinat dermaßen tief in den Finger geschnitten, dass ich mit vier Stichen genäht werden musste.

Jedenfalls alles zusammen braten, in der Zeit den Tofu zerbröseln - geht mit ner Gabel, besser und einfacher aber mit den Fingern. Tofu in Öl extra anbraten für ein paar Minuten. Danach zur Mischung geben. Nach Geschmack würzen, abschmecken. Wie gesagt, Spinat verträgt einiges.

Im Mixer die Cashews mit Wasser, Kräutersalz und dem Zitronensaft mixen.

Die Pfanne vom Herd nehmen und die Cashewsahne drübergeben, vermengen.
Die ganze Masse nochmal abschmecken und nach Bedarf nachwürzen - ich hab z.B. ein paar Spritzer grüne Tabasco Sauce rein.

Jetzt den Strudelteig dreifach legen, die Masse auf zwei Drittel in der Breite ausstreichen und einrollen. Die Ecken nach unten klappen, den Strudel auf die Seite setzen, an der der Teig aufhört. Ich hab noch nie Strudel gemacht, aber es kann sein, dass man vorher jede Lage mit Fett oder Öl bestreicht. Mir waren das zu viele Kalorien, dafür hab ich nur oben eingepinselt.

Im Ofen backen - laut Strudelteig Verpackung 20 min bei 150 Grad und dann 10 Min bei 200 Grad.

Ich arbeite normalerweise gern mit Blätterteig bei dieser Füllung - dafür werden zwei Rollen Blätterteig aus dem Kühlregal genommen, der Teig dazwischen ausgestrichen und die Seiten verschlossen, oben noch Luftlöcher rein und in den Ofen bei 180 Grad bis er knusprig braun ist.
 
Guten Appetit auf jeden Fall!
 
 
Mein Frühstück am nächsten Tag bestand dann aus einer bunten Mischung Obst:
 
 
Mango, Kiwi, Banane, Kaki - sehr lecker, vor allem wenn die Kiwis endlich reif sind.
 
In der Arbeit gabs natürlich den Rest vom Spinatstrudel - diesmal bei Tageslicht. Sieht er gleich noch viel leckerer aus, oder? Den hab ich übrigens kalt gegessen, ideal schmeckt er lauwarm.
 
 
Mein Backenzahn ist immer noch sehr genervt. Hatte da vor einem Monat eine Teilamputation (ja sowas gibt es echt) des Nervs. Die haben also nur den oberen Teil des Nervs gekappt und dann wieder zu gemacht. Eigentlich sollte ihn das beruhigen. Aber er hat sich da jetzt die letzte Woche irgendwie wieder reingesteigert und langsam fürchte ich, dass wir keine gemeinsame Zukunft mehr haben werden - also der Nerv und ich, den Zahn würde ich ganz gern behalten.
 
Werd mich also das WE jetzt betäuben und am Montag mal nach nem Termin fragen müssen.
 
Kann sein, dass dafür Sport erstmal ausfällt, muss kucken, wie er bei Bewegung reagiert.
 
Bis dahin wünsch ich euch ein schönes Wochenende (welches ich natürlich wieder abends in der Arbeit verbringe)!
 
Alles Liebe
Sabrina

Freitag, 24. Januar 2014

Verkehrte Welt

Guten Morgen, gähn.

Alles bissl durcheinander heute. Mein Schlafplan hat gestern ned so ganz hingehauen wie ich wollte.
Bin Mittags gleich ins Bett und war dann aber leider abends um 8 wieder topfit weil ich Zahnschmerzen hatte. So hat das mit dem Durchschlafen nicht funktioniert und ich bin jetzt schon verdammt lange wach....

Als Aufwach-Frühstück-Abendessen-Irgendwas gab es einen Avocado-Tomatensalat mit gegrilltem Tempeh:

Zum fit werden in der Arbeit dann einen Matcha-Latte, diesmal klein und stark, hauptsächlich weil die Sojamilch alle war.


Dazu gabs ne Kanne "Gute Laune Tee" und eine Kaki und ein Apfel mit etwas Mandelmuslackierung.

Für´s Mittagessen hab ich mir ein schnelles Rattatouille gemacht - total simpel. Einfach Kartoffelscheiben und Auberginenscheiben bei voller Power für gute 10 min in den Ofen schieben, mit gewürzter Pizzasauce und etwas Gyrosgewürz und Kräutersalz geschichtet wieder in den Ofen geben und nochmal ne vierstel Stunde bei 180 Grad fertig durchziehen lassen.
Sorry für die schlechte Präsentation, aber ich hab direkt aus der Tupper gegessen.

So, jetzt gehts noch ins Meeting und dann heim und hoffentlich wieder ins Bett - morgen Spätschicht, gottseidank.

Alles Liebe
Sabrina


Mittwoch, 8. Januar 2014

was man nicht alles für einen Post macht...

Hallo ihr Lieben,
 Heut kam ich den ganzen Tag nicht zum schreiben, aber irgendwie hat´s mich noch gerissen, also bin ich kurzerhand noch zu McDonald´s gefahren. Nein, nicht weil ich plötzlich Lust auf ein Stück totes Tier bekommen hätte - wir haben immer noch kein Internet zu Hause! So gabs nen Grünen Tee mit Ingwer und Zitrone vom McCafé und ein Wrap für Schatzi, der die Gunst der Stunde nutzt und sein Ipad mal wieder ausgekramt hat. Nachdem wir aber nur eine Stunde kostenloses WLAN haben muss ich mich sputen!

Aaaalso:
Gestern hab ich noch tierisch gesündigt – also schon ohne Tier, aber fürchterlich viel gefuttert. 
Wir waren ja nachmittags noch spazieren bei unserem Biokisten-Lieferant, hab dann auch gleich den süßen kleinen Hofladen ausfindig gemacht und ein paar Kleinigkeiten gekauft.
Danach war noch immer so schönes Wetter, dass wir noch nicht nach Hause wollten und wir sind noch eine Runde in die Stadt gefahren, etwas bummeln und ein wenig Vitamin D tanken im Solarium. Im Winter gönn ich mir sowas ab und zu – aber eher einmal im Monat, also braun werd ich davon nicht ;-)

Schließlich kamen wir auf die Idee, abends Sushi essen zu gehen – und obwohl ich eigentlich wusste, dass es nicht gut gehen kann, sind wir zum Running Sushi gegangen. Da kann man einfach nicht nach ein paar Bissen aufhören, heul.

Dafür hab ich heute morgen erst mal außer ner Matcha Latte in der Arbeit nichts getrunken, relativ spät dann gefrühstückt mit etwas selbstgemischtem Müsli auf Sojajoghurt und so bis Mittag ganz zufrienden durchgehalten.




Mittags, kurz vor Feierabend war es langsam wieder Zeit, an etwas zu Essen zu denken und in meiner Tasche schlummerte mein Lieblingssalatdressing und etwas geschnittenes Gemüse, sowie ein Glas Kichererbsen.

Das Dressing ist so lecker und einfach, dass ich es gleich mal mit euch teilen möchte:

1 Zitrone
1 Mandarine
1 EL Sesammus (Tahin)
0,5-1 EL Agavendicksaft
Pfeffer
Salz

Das war´s! Natürlich kann man das verändern wie man möchte – die Mandarine nimmt der Zitrone nur die Säure und gibt etwas mehr fruchtige Flüssigkeit dazu, man kann stattdessen (im Sommer) auch einfach etwas Wasser nehmen und notfalls etwas mehr Agavendicksaft. Geschmacklich kann man auch noch gemahlenen Koriander und/oder Cumin (Kreuzkümmel) dazugeben, das macht gleich nochmal eine tolle andere Note.

Da ich keinen frischen Salat mehr daheim hatte, hab ich mir kurzerhand eine Schale gemischten Salat aus der Kantine mitgenommen und mit meinem Gemüse und Kichererbsen gemischt. Leute, das ist wirklich die einfachste und leckerste Version von Mittagessen wenn es nirgends was gescheites gibt!



So weit, so gut!
Nach der Arbeit haben wir erst mal unsere beiden Autos zur Werkstatt gebracht, damit meines bis nächste Woche zum Nachtermin vom TÜV nicht nochmal durchfällt und Schatzi´s Auto endlich nicht mehr dauernd abstirbt. 
Jetzt bleibt meiner zwei Tage dort und seiner funktioniert wenigstens wieder!!

Morgen wird mal wieder gewogen - ich hoffe, das Sushi Massaker hat nicht zu viel Schaden angerichtet :-/

Drückt mir die Daumen, vielleicht schreib ich ja morgen nochmal ausm Mäci, immerhin hab ich meinen TÜV Bericht vergessen mitzubringen und muss ihn morgen nachreichen ;)

Außerdem hab ich heute 50ten!

Haha, nein so alt bin ich dann doch noch nicht, aber ich feiere gerade meinen 50. Blogpost! Und ja, ich freu mich noch über so Kleinigkeiten. 

Viel mehr freu ich mich aber darüber, dass ich es tatsächlich gestern geschafft habe, dass meine Seite von 202 Leuten an einem Tag aufgerufen wurde, das ist für meinen (in letzter Zeit ziemlich toten Blog) ein wahres Wunder!

Tausend Dank euch Allen!

Hugs, Kisses & Green Tea

Sabrina

Mittwoch, 30. Januar 2013

Sushi vegan, oder gleich roh?


Sushi! Superlecker.
Komischerweise steht sogar mein Mann total drauf - seit einiger Zeit könnte er fast täglich Sushi essen. Wenn wir also Zeit und Lust haben, wird einfach Sushi selber gemacht.

Ich muss ehrlich sagen, ich probiere jedes Mal wieder neue Variationen, mit Shitake, mit Karotten, mit Gurke, Rettich usw - aber trotz allem ist Sushi für mich erst dann der Inbegriff von Himmel wenn Avocado drin ist.

War schon immer so - für Avocadomaki lass ich alles andere stehen.


Die Zubereitung ist gar nicht so dramatisch wie man denkt.
Allerdings bin ich auch nicht so der traditionelle Sushikoch.
Aber soweit ich weiß dürfte ich als Frau in Japan eh kein Sushi machen, weil Frauenhände wärmer sind und den Fisch versauen würden :-P

Die höchste Kunst ist dabei noch der Reis.
Da gibt es verschiedenste Möglichkeiten.
Wichtig und unumgänglich ist jedoch ZEIT.



Ich probiere gern verschiedene Sorten Reis aus. Den traditionellen Sushi Reis mag ich gar nicht am liebsten - bin wohl von den Thai Geschäften geprägt worden, da die auch nur normalen Basmatireis zum füllen benutzen. Aber so hat es etwas mehr Biss, ist trockener und mir gefällt das ganz gut so.

Ansonsten natürlich Sushi-Reis kaufen und nach Packungsanweisung zubereiten. Ich nehme alternativ also oft normalen Basmatireis - muss nichtmal ein besonders teurer sein, da er ja eh mehr oder weniger zusammengebatzt wird.

Diesen dann waschen und mit 1:1,5 Wasser köcheln lassen, am Besten nach dem Aufkochen runterschalten und nach so 8 Minuten gleich ganz aus und mit Restwärme fertig kochen lassen.
Oder wie ihr eueren Reis am liebsten kocht, dass er am Ende schön gar, leicht klebrig (ohne batzig zu sein) ist ohne dass Wasser übrig bleibt.

Dann wird gewürzt - Sushi Essig ist perfekt, es geht aber auch normaler Reisessig mit etwas Wasser verdünnt und gesüsst. Dazu gibt es dann sowieso noch ein TL Salz und ein TL Zucker (ich hab Agavendicksaft und Reissirup verwendet) und dann abkühlen lassen.
Schneller geht es natürlich wenn man eine weite Schale nimmt und/oder ihn am Balkon (zu dieser Jahreszeit) abkühlen lässt.

Eine kalorienarme und rohe Alternative ist Pastinake (Blumenkohl probier ich auch demnächst)


 Pastinake oder Blumenkohl in der Küchenmaschine mahlen, oder fein reiben


 Ich würde das nächste Mal die  Stückchen weniger fein mahlen, wenn die Größe an die von Reiskörnern ran kommt ist auch das "mouthfeel" authentischer.


 Danach kann man ein Bindemittel hinzugeben, z..B. Johannisbrotkernmehl, und ebenso die Salz, Zuckermischung einarbeiten - evtl auch schon zu den Stücken dazugeben bevor sie in die Maschine kommen, da bin ich noch am verbessern. Auf jeden Fall ohne weiteres Wasser, das war mein Fehler bei der ersten Pastinake, den Brei konnt ich dann wegwerfen :-(


Wenn ihr eine feste und einigermaßen trockene Konsistenz erreicht haben kann man die Masse wie Reis weiterverwenden - evtl weniger fest drücken beim rollen.


Gemüse nach Wahl in Streifen schneiden:



Rollmatten mit Klarsichtfolie umwickeln, wenn da mal Reis reinrutscht kriegt man den echt schlecht wieder raus.


Ein halbes Noriblatt auf die Folie legen, eingeprägte Seite oben
und mit Reis, oder "Reisersatz" zu zwei Drittel belegen.


Gemüse nach Wahl auf den obersten Rand legen
Wer es gern würzig mag, kann auch den Reis, oder den Teil der Matte
 (empfiehlt sich wenn der Reis recht trocken ist) mit Wasabi bestreichen



Und mit Rollen beginnen.
Dazu den oberen Teil der Matte nach unten ziehen,
dabei den obersten Teil des Noriblattes mit der Füllung leicht fixieren
(ich halte mit den Daumen die Füllung fest und beginne dabei langsam die Matte senkrecht zu bewegen)


Danach alles langsam nach vorne rollen, dabei aufpassen, dass die Füllung nicht herauspurzelt.


Leicht festdrücken, dann hält es besser, Matte wieder anheben und nach hinten wegfalten, dabei weiter nach vorne Rollen


Wenn man bis zum Ende des Reis gekommen ist nochmal drücken, dann wieder Matte zurück und weiterrollen, damit das Noriblatt sich um den Rest legen kann.  



Immer mit etwas Druck arbeiten, sonst sind die Rollen am Ende zu weich und fallen beim Schneiden auseinander - ist auch ned so lecker dann.


 Fertig ist die erste Rolle!
Dass dann am Besten im Duell um die Wette rollen bis der Reis etc aufgebraucht ist und in 5-6 Stücke pro Rolle schneiden.

Dazu nehm ich immer gebraute Sojasauce aus dem Reformhaus, es gibt verschiedene Variationen, da ist es Geschmackssache welche einem mehr zusagt. Tamari gibt es mittlerweile auch mit weniger Salz, da ist sie nicht no arg würzig. Ich mag die Shoyu aber fast lieber.

Wasabi und eingelegter Ingwer darf natürlich auch nicht fehlen.
Ich nehme gern eine Sorte Wasabi aus dem Edeka, die sind in kleine Portionstütchen eingepackt und können nach Bedarf verwendet werden.
Meist braucht man dann ja ewig erstmal keinen mehr und dann ist so eine Tube ausgetrocknet. Es gibt auch Wasabipulver, den man frisch anrühren kann, aber da ist es das gleiche Problem, der verliert mit der Zeit an Aroma.

Bei unserem derzeitigen Sushi-Konsum könnt ich mir aber fast wieder sowas anschaffen ;-)



So ist mein Pastinakensushi geworden, etwas batzig, aber man lernt ja nur aus Erfahrung!
Geschmacklich allerdings viel besser als ich erwartet hätte. Mein nächster Versuch wird mit Blumenkohl und Pastinake und auch mal beides gemischt werden. Ich werd berichten ;-)

Es gibt auch ein Rezept auf Chefkoch, bei dem man Blumenkohl klein mahlt und dann kurz blanchiert bis er weich wie Reis ist. Wäre auch mal eine Option - für so ne Versuchsküche brauch ich jedoch mehr Zeit und wenig Hunger - ist nichts wenns schnell gehen muss :)

Wie sind euere Erfahrungen mit Sushi?
Jemand schon mit "Reisalternativen" gerollt?
Auch Hirse oder Quinoa etc kann ich mir gut vorstellen.

Schreibt mir doch euere Erfahrungen im Kommentar oder postet am Besten den Link, falls ihr über euere Versuche schon berichtet habt.

Bin gespannt.
Viel Erfolg beim Nachmachen!!!


Freitag, 25. Januar 2013

Nusshörnchen - Kindheitserinnerungen

Früher waren Croissants noch nicht sooo verbreitet zum Frühstück. Zumindest nicht bei uns. Aber ich erinner mich daran, dass manchmal, wenn jemand Gebäck zum Kaffee mitgebracht hat ein paar Nusshörnchen auf den Tisch kamen. Blätterig, süß und mit dieser hammergeilen Nussfüllung!


Heute hatte ich nach dem Aufstehen so Lust drauf, dass ich einen Versuch gestartet hab. 

Ich hatte noch Blätterteig zu Hause (fettarm, naja kann man lassen)



und wusste schon seit längerem nicht, was ich mit dem Haselnussmus von Hiela anfangen soll. 



Also hab ich das Öl vom Nussmus abgegossen, die feste Masse mit etwas Zimt und Agavenzucker gemischt (tolle Sache!) und in den Blätterteig gerollt. 



Heraus kamen phänomenale Nusshörnchen die wesentlich gesünder waren als die Originalvariante. 

So wirds gemacht:

in Quadrate schneiden

 Ich hab noch etwas Zimt drübergestreut

Spitze über der Nuss-Wurst einschlagen 

festdrücken, evtl mit Pflanzenmilch oder Öl befeuchten

zu Ende rollen

Spitzen abdrehen

zu Hörnchen formen, auf Rost oder Blech legen
(die Enden können ruhig leicht zusammengedrückt sein, die gehen beim aufbacken auseinander)

evtl mit Öl oder Pflanzenmilch bestreichen
Und so sieht´s dann aus wenn man es bei 200°C im Ofen hatte
(je nach Größe und Ofen ca. 20 min)

Wer es aber so klebrig süß wie im Original haben will kann natürlich die Teilchen vor dem Backen noch mit Agavendicksaft bestreichen, oder danach einen Zuckerguss drüber dekorieren.

Statt dem Agavenzucker kann man natürlich auch Rohrrohzucker oder normalen Zucker nehmen. 

Die gleiche Version funktioniert übrigens auch mit selbstgemachten Schokoladencroissants, dazu einfach vegane Schokocreme stattdessen verwenden. 

Wichtig ist dann allerdings bei dieser Variante, dass man umso mehr darauf achtet, dass die Taschen an den Enden gut verschlossen sind. 


Guten Appetit!


Sonntag, 30. Dezember 2012

Thai Curry mit Mock Duck

Ich liebe Thai Curry!

In allen Variationen, mit Reis, ohne Reis als Suppe, mit nur Gemüse, mit Tofu, mit Ente.

Mit Mock Duck Entenfilets genauer gesagt!

Mock Duck ist entgegen des Namens eine völlig vegane Angelegenheit und seit Vantastic Foods auch ohne Glutamat erhältlich und wirklich lecker!

Da ich in wundervoller Gesellschaft gekocht habe - meine Mum umd eine sehr liebe Freundin von uns wollten gern mal vegan mit mir kochen und nachdem ich eine frische Lieferung an veganen Köstlichkeiten im Hause hatte durften sie sich spontan eine Richtung aussuchen.
Auf meine Vorschläge riefen beide gleichzeitig "asiatisch" und somit war das mit dem Thai-Curry und den dazu perfekt geeigneten Entenfilets abgesegnet.

Da es zu dritt in der Küche eh schon etwas kuschliger und actionreicher zuging als wenn ich allein koche hab ich mir die vielen Fotos für die Zubereitung gespart - aber wie man Gemüse kleinschneidet wisst ihr ja alle. Hier eins kurz vorm servieren, als wir die Entenfilets noch kurz in der Sauce mitziehen ließen.



Und so gehts:

- Gemüse nach Wahl kleinschneiden
(es geht wirklich alles was im Haus ist, sehr lecker sind aber auf jeden Fall immer Blumenkohl oder Brokkoli, Möhren, Paprika, Zucchini und auch Zuckerschoten passen immer perfekt dazu. Eine Kohlsorte wie Wirsing usw eignet sich auch sehr gut dafür -w ir haben ein paar Blätter Grünkohl am Schluss dazugegeben)

- im Wok oder Topf anbraten (am besten in Kokosfett, besonders gut passt auch kleingeschnittener Ingwer und frische Chilischote dazu - Chili wird bei hoher Hitze in Öl gebraten wieder mild)

- 1 Tasse Basmati- oder Thai-Duftreis mit etwas Salz und 1,5 Tassen Wasser zum Kochen bringen, dann runterschalten und bei kleiner Hitze ziehen lassen
(im extra Topf natürlich! Übrigens, auch wenn das Verhältnis gerne mit 1:2 auf der Packungsanleitung beschrieben ist, wird der Reis mit etwas weniger Wasser meines Erachtens besser - hab ich von Mama mal gelernt ;-) dazu aber wirklich die Hitze stark reduzieren oder nach einigen Minuten ganz ausschalten und ziehen lassen)

- in einer Pfanne die Entenfilets (vorher abgetropft) mit reichlich Kokosfett oder z.B. Sesamöl anbraten
(das Kokosfett gibt aber schon so einen leckeren Kokosgeschmack der perfekt zur Kokosmilchsauce passt)

Bei Gemüse folge ich einer einfachen Regel:
 Alles was fest und knackig ist wie Blumenkohl, Brokkoli, Karotten usw wird als erstes mit den Zwiebeln, Lauch etc gebraten.
Wasserreiche Zutaten wie Paprika und Zucchini, Zuckerschoten usw kommen erst am Schluss in den Wok, dabei gebe ich auch schon die ersten Gewürze, frischen Knoblauch und besonders die Currypaste dazu und lasse sie kurz mitbraten (dann aber Hitze reduzieren).

- Nach ein, zwei Minuten mit einer Dose Kokosmilch aufgießen und mit Brühe, Currypulver und etwas Süße wie Agavendicksaft abschmecken
(ich würze gern mit mildem Currypulver nach, weil ich die fertigen Currypasten sehr scharf finde und das Aroma erst bei mehr davon richtig durchkommt - die Schärfe leider ebenso. Wer mag kann auch zuerst den festen Teil der Kokosmilch mit der Currypaste noch etwas brutzeln lassen und dann alles mit der restlichen Flüssigkeit aufgießen)

- Sojasauce und Salz würzen zusätzlich und wer frischen Koriander liebt immer rein damit :-)
(Kokosmilch verträgt einiges an Gewürzen)

Kleine Abwandlung:
Wer es gerne fruchtig mag kann an dieser Stelle auch Früchte zugeben, Bananenstücke, Ananas oder auch Dosenfrüchte sind mild und geben wenig Säure ab, mit dem Saft aus der Dose kann man auch die Sauce etwas verfeinern - wer frische Früchte nimmt sollte mal etwas Mangosaft dazugeben, das ist sehr lecker! Aber eine ausgepresste Orange tuts auch. Rosinen kann man bei Bedarf auch dazugeben, die am Besten gleich mit der Kokosmilch zugeben, dann saugen sie sich voll.

- Die Entenfilets werden wenn sie knusprig sind in die Sauce gegeben und noch bei geringer Hitze köcheln lassen bis das Gemüse gar und die Sauce etwas eingedickt ist
(wenn die Filets in der Sauce gezogen und wieder aufgewärmt wurden war der Geschmack sogar noch authentischer - ich würde das nächste Mal versuchen die Filets sehr früh in die Kokosmilch zu geben und evtl sogar Ingwer, Chili und Knoblauch nach den ersten Minuten anbraten in die Pfanne geben und mit Sojasauce ablöschen.
Keine Sorge, die Filets werden durch das mitgaren in der Sauce nicht "lätscherd" sondern werden sogar wieder saftig und knusprig wenn man sie z.B. zu lange in der Pfanne gebraten hat)

- fertiges Thai-Curry mit Reis zusammen auf einem tiefen Teller oder einer Schale anrichten und genießen!


Guten Appetit und viel Spaß beim nachkochen!

(@Janaya, ich hoffe dir ist das Rezept genau genug, die Mengenangaben kannst du selbst wählen :-))